Privater Jitsi Meet Server auf einem Raspberry Pi 4
Aber Eines nach dem Anderen. Diese Anleitung ist ein Prefix für meine andere Anleitung zum Betrieb eines eigenen Jitsi Meet Servers.
Der Jitsi Meet Server läuft nur auf einem 64Bit Linux System. Es sind also zwei Dinge zu beachten:
- Es muss der Raspberry Pi 4 mit mindestens 4GB RAM sein!
Install Jitsi Meet on Raspberry Pi - Es muss der Ubuntu Server sein! (Auf Raspbian OS hat es bei mir nicht funktioniert)
How to install Ubuntu on your Raspberry Pi
An dieser Stelle trage ich also zusammen, was ich aus den beiden Seiten gelernt und ausprobiert habe.
Fangen wir an mit dem Ubuntu Server image für Raspberry Pi
https://ubuntu.com/download/raspberry-pi
Das Image wird ganz normal auf die MicroSD Karte geschrieben. Vor dem Booten mache ich aber noch ein paar Anpassungen
Ich habe den Namen des Servers geändert und gleichzeitig auch als Namen der Systempartition verwendet
Das erleichtert die Wiedererkennung des Inhaltes der MicroSD Karte
sudo nano /media/<user>/writable/etc/hostname
sudo nano /media/<user>/writable/etc/fstab
sudo nano /media/<user>/system-boot/cmdline.txt
Dann schreibe ich gleich meine Let's Encrypt Zertifikate auf die MicroSD Karte
sudo mkdir /media/<user>/writable/etc/letsencrypt
cd /media/<user>/writable/etc/letsencrypt/
sudo tar -xhzvf letsencrypt.tar.gz
Als letzten Schritt vor dem Booten des Raspberry Pi ist der Name der Partition umzubenennen.
Anschließend wird die MicroSD ausgeworfen, in den Raspberry Pi gesteckt und dieser eingeschaltet.
Alles weitere erfolgt nun per SSH
ssh ubuntu@<servername>
(Das default Passwort lautet "ubuntu" und sollte geändert werden)
Zuerst erfolgt die Aktualisierung
sudo apt update
sudo apt upgrade
Dann habe ich auf meine Landessprache umgestellt. Der Reboot macht es wirksam.
sudo dpkg-reconfigure locales
sudo reboot
Für alle die mit Bildschirm und Tastatur am Raspberry Pi arbeiten wird das Layout der Tastatur vor dem Reboot hiermit angepasst.
sudo dpkg-reconfigure keyboard-configuration
Der Rest läuft identisch zu meiner anderen Anleitung zum Betrieb eines eigenen Jitsi Meet Servers.
Und nun noch ein Wort, warum das nur am lokalen Netzwerk läuft:
Der Unterschied ist der Medienstrom. Der Jitsi Meet Client ist so schlau, dass er erkennt, ob jemand Anderes im Meeting im selben Netzwerk ist und baut die Medienverbindung (Audio & Video) dann direkt auf. Damit macht der Raspberry Pi nur den Verbindungsaufbau, was auch klappt.
Ist ein Teilnehmer im Internet, so läuft der Medienstrom über den Raspberry Pi und, bei aller Liebe, dazu hat er dann
doch zu wenig
Auch wenn ich mein Ziel nicht erreicht habe, hoffe ich, dass meine Anleitung manch Einem Aufwand erspart.