D-Netz-Antenne
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Funktioniert nicht!

Wie das Leben so spielt habe ich ein Siemens E10D mit abstehender Antenne. Und wie es wahrscheinlich nicht nur mir geht, habe ich sie abgebrochen. Alles Kleben half nichts, das Gehäuse ist kaputt und die Antenne hält nicht mehr.

Bevor ich mich bemühe ein neues Gehäuse als Ersatzteil zu kaufen um wiederum die Antenne abzubrechen, habe ich mir eine andere Lösung ausgedacht.

Aus Kupferlackdraht habe ich mir eine neue Antenne gebaut. Das Bild ist stark vergrößert. Den Draht gibt im Elektronik Bedarf lötfähig zum Wickeln von Spulen, Drosseln, Trafos u.s.w.

Auf die Drahtlänge von 8,3cm bin ich so gekommen:

Wellenlänge = Lichtgeschwindigkeit / Frequenz

Der Literaturwert für Lichtgeschwindigkeit in Luft beträgt unter Normalbedingungen (20 °C und 1030 mbar) 299710936 m/s, gemessen bei einer Wellenlänge von 589 nm. Das D-Netz sendet auf 900 MHz. Wenn ich annehme, dass die Funkwellen sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten komme ich zu der folgenden Rechnung:

l = 299.710.936 / 900.000.000 = 0,333012151 m

Den Draht habe ich um ein Sprühröhrchen gewickelt und das Ende mit etwas Heißkleber fixiert. Mein erster Versuch mit l/2 brachte kein gutes Empfangsergebnis. Der zweite Versuch mit l brachte zwar einen guten Empfang, die Sendeleistung war aber schlecht. Jetzt verwende ich l/4.

Als erstes musste ich das Gehäuse öffnen. Die Schrauben unter dem AKKU und am Stecker sind leicht zugänglich. Die Deckel der beiden äußeren Schrauben in der Mitte lassen sich durch leichtes drücken auf die Außenkante herausdrehen. Den Deckel bei der Akkuarretierung habe ich nur mit einem Klecks Heißkleber herausziehen können.

Beim Zerlegen muss man auf die Kontaktleiste achten. Sie verbindet die beiden Platinen und passt nur in einer Lage in den Rahmen. Beim Zusammenbau muss die Nase des Rahmens in die Aussparung der Kontaktleiste ragen.

Das defekte Gehäuse habe ich mit Heißkleber verschlossen und mit einem Messer die Stufe für das Gehäuseoberteil geschnitten. Durch den entstandenen Hohlraum läst sich die Antenne weit nach oben schieben. Jetzt noch anlöten und das war's.

Der Empfang mit der neuen Antenne unterscheidet sich wenig vom Original. Lediglich eine Richtwirkung ist durch die Einbaulage zu bemerken.

Und diese Antenne bricht mir nicht mehr ab!

 

Falls sich der geneigte Leser nun fragt warum zum Geier ich mir kein neues Handy kaufe, habe ich hier ein paar Antworten:

  1. Ich bastle gerne.
  2. Vertragsfreie Handys für meine Prepayed-Karte sind teuer.
  3. Für dieses Handy habe ich eine Autohalterung zum Aufladen mit Außenantenne und Freisprecheinrichtung.
 


Jürgen Büssert
04.05.2008